Im Jahre 1998 wurden durch das Zusammenwirken der Sozialpartner neue Ausbildungsberufe für die IT-Branche eingeführt. Die ersten Absolventen dieser 3-jährigen Ausbildung
arbeiten jetzt als IT-Fachkräfte in den Betrieben. Für diese Fachkräfte gab es zunächst keine passende Weiterbildungsmöglichkeit außerhalb der Hochschulen. Für andere
Berufe gibt es die Meisterausbildung oder eine der Fachwirteausbildungen jeweils mit anerkannten Abschlüssen der Industrie- und Handelskammern.
Die Grundsteinlegung
Im Bündnis für Arbeit haben die Sozialpartner beschlossen, ein Weiterbildungskonzept für die IT-Berufe zu erstellen. Dies führte Ende 1999 zur Unterzeichnung von
"Markierungspunkten", die die Ziele eines innovativen Weiterbildungskonzepts und ihre grobe Struktur darstellen. Davon ausgehend hat das BMBF unter Mitwirkung
von IT-Fachleuten ein Konzept erarbeiten lassen. Es sollte ein durchlässiges, mehrstufiges, innovatives System entstehen.
Das Richtfest
Das neue System wurde als Rechtsverordnung im Bundesgesetzblatt Nr. 30/2002 (IT-Fortbildungsverordnung) veröffentlicht.
Das Ergebnis
Das IT-Weiterbildungssystem hat innovative Merkmale und Vorbildcharakter für andere Branchen.
Nach der Erstausbildung in einem der IT-Berufe und einer anschließenden Tätigkeit als Fachkraft besteht die Möglichkeit, sich in einem von 29
Spezialisten-Weiterbildungsberufen zu qualifizieren. Die Qualifizierung wird mit einem anerkannten Zertifikat nach den internationalen Normen der
Personenzertifizierung (ISO/IEC 17024:2003) abgeschlossen.
Die nächste Stufe ist die Qualifizierung zum operativen IT-Professional. Diese Qualifizierung schließt mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer
ab.
Die höchste und letzte Stufe ist die Qualifizierung zum strategischen IT-Professional, ebenfalls mit einer IHK-Prüfung abschließend.
Das Fraunhofer ISST hat gleichzeitig die Qualifizierungsmethode APO entwickelt.
Das ganze IT-Weiterbildungssystem, seine Qualifizierungsmethode APO, die Prüfungen und Zertifizierungen werden außer auf dieser Website auch in zahlreichen Büchern und
Veröffentlichungen beschrieben und erläutert, siehe Informationsquellen.